Bum Khun Cha – erster koreanischer Bundesligaspieler

Unter dem Spitznamen „Tscha-Bum“ bekannt, war Bum Khun Cha der erste koreanische Fußballspieler in der Bundesligageschichte. Der am 22. Mai 1953 in Hwaseong, Südkorea geborene ehemalige Profifußballer begann bereits mit 15 Jahren seine Karriere im Fußball beim Luftwaffensportklub Seoul. Zehn Jahre später wechselte er in die Fußball Bundesliga zum SV Darmstadt 09. Da blieb es allerdings aufgrund seiner Wehrpflicht bei nur einem Pflichtspiel. Nachdem er seinen Wehrdienst absolviert hatte, wechselte Cha zurück in die Bundesliga und zwar zur Eintracht aus Frankfurt. Dort wurde er nach kürzester Zeit Stammspieler und fuhr direkt seinen ersten Titel ein, den UEFA-Pokal.

Nach vier überragenden Saisons wechselte er in der Saison 1983/84 zu Bayer 04 Leverkusen. Auch dort wurde Cha schnell in die Mannschaft integriert und etablierte sich zu einer festen Größe in der Stammelf. Als erster Spieler seiner Zeit, wurde Bum Khun Cha erneut UEFA-Pokal Sieger und schaffte so mit Bayer 04 Leverkusen den ersten Titel der Vereinsgeschichte. 1989 verkündete er schließlich seinen Rücktritt aus der aktiven Laufbahn als Profispieler und kehrte zurück nach Südkorea. Seiner Torgefährlichkeit (52 Tore in 185 Spielen) war auschlaggebend für seinen Spitznamen.

Während seiner Spielzeit in der Fußball Bundesliga war Cha ein fester Bestandteil der Südkoreanischen Nationalmannschaft. Sein größter Erfolg mit Südkorea war die Teilnahme bei der Fußball Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko.

Nach seiner aktiven Karriere als Fußballprofi lies sich Cha an der Kölner Sporthochschule zum Trainer ausbilden. Neben der Trainertätigkeit in der ersten Südkoreanischen Liga, trainierte Cha die Frauen Fußballnationalmannschaft. Da er dort jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen konnte, wurde er noch während der WM 1998 entlassen. Kurz darauf erschien in den Südkoreanischen Medien ein älteres Interview, in dem sich Cha offen über Korruption und Bestechung im südkoreanischen Fußball äußerte. Daraufhin wurde er für fünf Jahre als Trainer in Südkorea gesperrt.

Doch das ließ ihn nicht davon ab, sich in China als Trainer weiter zu behaupten. Dort trainierte er einen chinesischen Erstligisten, bevor er dann wieder nach Südkorea kehrte und dort als Trainer weiter arbeitete. Seine Mühen sollten belohnt werden, denn er gewann anschließend zweimal die südkoreanische Meisterschaft, einmal den A3 Champions Cup sowie die Pan-Pacific Championship. Nach einer dann schwächeren Saison kündigte Cha 2010 seinen Rücktritt an.

Seine Fußballbegeisterung gab Cha seinem Sohn Du-ri weiter, der ebenfalls in der Fußball Bundesliga sowie in der englischen Premier League spielte.

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Ein Kommentar zu Bum Khun Cha – erster koreanischer Bundesligaspieler

  1. Gerry sagt:

    Ja der Fußball schreib so seine Geschichten. Ich hab ihn mal bei google Bildern gesucht. Ich erinnere mich an ihn und seinen Sohn kennt man doch auch. Ich wusste nicht, dass die verwandt sind. Cha hat doch kürzlich noch bei Freiburg gespielt.
    Mit Chong Tese haben wir ja in Köln auch den ersten Nordkoreaner in der Bundesliga.

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